Bosnien und Herzegowina - Kroatien - Bosnien und Herzegowina - Република Чрна Гора - Albanien - Република Чрна Гора  2006
Dieser Bericht ist als Online - Tagebuch entstanden. Während der Fahrt wurde täglich in einem Internetcafe der Eintrag gemacht.
Zähler: 90
Kartenausschnitte 2. Tag 3. Tag 4. Tag 5. Tag 6. Tag 7. Tag 8. Tag
23.07.2006
Bruck
Alle Vorbereitungen sind gelaufen. Morgen geht's auf.
Vor 20 Jahren noch undenkbar - heute Wirklichkeit: Neue Staaten entstehen in Europa. Crna Gora hat sich mit 3. Juni 2006 als unabhängig erklärt.
Österreich hat mit 12. Juni 2006 Crna Gora (dt. Schwarze Berge - Monte Negro) als unabhängigen Staat anerkannt.
Podgorica ist damit die jüngste Hauptstadt Europas.
Grund genug, das Land zu erkunden.

24.07.2006
Brnik Ljubljana
So heute gings los. Mit dem Auto nach Ljubljana (Brnik ist der Flughafen davon). Die Flugtickets waren am Adria Airlineschalter hinterlegt. Das Rad sollte eigentlich in einen riesigen Karton verpackt werden. Da aber das Flugzeug klein ist, wurde das Rad ohne Verpackung übernommen, dafür ohne Aufpreis. Aber immer dasselbe: Pedale abmontieren, Luft ganz raus, Lenker längs gestellt.

24.07.2006
Sarajevo
Nach einem kurzen Flug (45 Minuten) landete ich (und das Flugzeug) in Sarajevo. Angenehmes Wetter erwartete mich.
Das Rad gab's gleich. Nach dem Zusammenbau (Lenker gerade, Pedale rauf, Luft rein) war ich der Letzte in der Zollabfertigung. Der Zollbeamte sah sich im Pass nur die erste Seite an (sah Österreich) und das war's.
Sarajevo und der nahe Erholungsort Ilidža sind schon längst zusammengewachsen. Stadteinfahrten (besonders im ehemaligen Ostblock) sind meist öd. Plattenbauten, mehrspurige Strassen, wartende Menschen am Strassenrand, Hupen, sich vervielfachender Verkehr... immer gleich.
Aber wenn man Richtung Stadtzentrum kommt, dann wird die Stadt zur Stadt.
Sarajevo liegt im Zentrum des Landes. Der Fluss Miljacka fließt durch die Stadt und der Fluss Bosna entspringt im westlichen Teil der Stadt, in der Gemeinde Ilidža.
Das Stadtzentrum liegt 511 Meter über dem Meeresspiegel. Die Vororte reichen hinauf bis auf über 900 Meter. Die die Stadt umgebenden Berge sind bis zu 2.000 Meter hoch.
Geschichte
1415 erstmalige urkundliche Erwähnung einer slawischen Siedlung
1463 Ausbau der Stadt und Beginn der osmanischen Herrschaft unter Isa-Beg Isakovi, einem zum Islam übergetretenen Slawen
1850 Hauptstadt der Provinz Bosnien im osmanischem Reich
1878 als Hauptstadt des "Kondominiums" zu Österreich-Ungarn
1914 Schauplatz des tödlichen Attentates auf Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau (Auslöser des Ersten Weltkriegs)
1918 zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen
1941-45 beim Unabhängigen Staat Kroatien
1945 Hauptstadt der Teilrepublik Bosnien und Herzegowina innerhalb Jugoslawiens
1984 Olympische Winterspiele
1992 Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina
1992-1995 Sarajevo ist während des Bosnienkrieges heftig umkämpft. Belagerung des von Regierungstruppen kontrollierten Stadtkerns Sarajevos durch Streitkräfte aus Serbien-Montenegro und Bosnien

Nachdem ich mein Hotel Alem bezogen hatte, machte ich mich auf in die Innenstadt.
Entlang des Flusses Miljacka marschierte ich in der noch heissen Abendsonne gegen Osten.
Vorbei am Olympischen Sportstadion (Olympischen Spiele 1984) wanderte ich zur Stelle, wo Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau erschossen wurde. Eine Gedenktafel zeigt die Stelle an, von wo aus Prinćip geschossen hatte.
Von dort bog ich in die Altstadt ein. Diese ist Fussgängerzone mit Basarcharakter. Schmale Gässchen mit Geschäftchen für Silberwaren, Kleidung, Cafes luden zum Bummeln ein. Vermischt mit mehreren kleinen Moscheen und einigen Kirchen boten die Häuser dort ein heimeliges Ambiente.
Im neueren Teil der Altstadt ist die Fussgängerzone weitläufig und wirklich autofrei (siehe dagegen in Salzburg).
Natürlich galt auch den Autokennzeichen meine Aufmerksamkeit. BIH-Autokennzeichen sind nach dem Muster 999-A-999 (drei Ziffern, 1 Buchstabe, 3 Ziffern) zusammengestellt. Die Kennzeichen sind nicht geographisch zuordenbar. Der Grund ist die Folge der ethnischen Kämpfe im Zerfallskrieg. Man kann so nicht erkennen, wer aus einer serbischen oder bosnischen Gemeinde auf dem Staatsgebiet BIH kommt.
Autokennzeichen


24.07.2006
Sarajevo
Information des Außenministeriums Wien
Bosnien-Herzegowina
Hauptstadt: Sarajewo
Int. Kennzeichen: BA
Sprache: Bosnisch, Serbisch, Kroatisch
Gängige Fremdsprachen: Englisch
Währung: 1 konvertible Mark (KM) ca. 50 €-Cents
Elektrischer Strom: 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom

Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 22.06.2006
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. Vor Antritt einer Reise nach Bosnien und Herzegowina empfiehlt es sich, die politischen Tagesereignisse in den Medien genau zu verfolgen. Von der Existenz von Sympathisanten extremistischer Gruppen ist auszugehen. Jede Reisebewegung in Bosnien und Herzegowina ist mit einer gewissen Gefährdung verbunden. Die Straßen sind teilweise in schlechtem Zustand, die im Krieg ausgelegten Minenfelder zu einem grossen Teil noch ungeräumt; schätzungsweise liegen in ganz Bosnien und Herzegowina noch ca.1 Million unentschärfte Minen vergraben. Ohne Kenntniss der genauen Lage ist daher ein Verlassen der befestigten Strassen u.U. lebensgefährlich. Aufgrund des schlechten Zustands der Strassen und der ungenügenden Markierung wird von Nachtfahrten abgeraten. Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

25.07.2006
Mostar
In meinem Hotel Alem war die gesamte Mannschaften mit Trainern und Schiedsrichtern der Internationalen Tischtennis-Europameisterschaften untergebracht. Mit dem serbischen Trainer unterhielt ich mich abends (beim Bier) über den Zerfall Jugolawiens. Er war Lehrer für Englisch in der Nähe von Novi Sad (schön, sagen zu können: "Da war ich mit dem Rad auch schon!")
Früh bin ich auf, nach einem guten Frühstück hab ich mich von Sarajevo verabschiedet und bin nach Westen Richtung Ilidža losgeradelt. Das ist ein Kurort am Rande von Sarajevo mit einem grossen etwas vernachlässigt wirkenden Kurpark.
Bei Rückenwind fuhr ich dann schön langsam in höhere Regionen. bei angenehmer Steigung und was fast noch wichtiger war, bei angenehmer Temperatur (24 Grad) fuhr ich auf Ivan Sedlo (Iwan-Sattel) auf 955 m. Mehrere Tunnels (grossteils ohne Beleuchtung) meisterte ich dank der funktionierenden Beleuchtung meines Rad.
Der Sattel selber wird von einem Tunnel unterquert.
Die Landschaft war entgegen meiner Vermutung lieblich (grüner Karst). Landwirtschaft (Rinderzucht, Schafzucht, Maisanbau) beherrschen das Landschaftsbild.
Von nun an ging es bergab. Auf den nächsten 20 km bis Konjic musste ich nicht treten. Traumhaft dazu die feine Luft.
Konjic liegt an der Neretva, die mich bis zum Meer begleiten wird. Die Neretva wird hier aufgestaut und hat ihren Ausgang (natuerlich ein Kraftwerk) bei Jablanica. Die 20 km entlang des Stausees sind ein Touristengebiet. Restaurants, Bars, kleine Geschäftchen reihen sich aneinander. Der See lockt wirklich sehr zum Baden. Meist ist der Zugang zum See privatisiert, teils nicht zugänglich (wegen der starken Vegetation).
Vor Jablanice führt die Hauptstrasse durch einen Tunnel nach Süden. Aus dem Tunnel kommend, erschlug mich die sehr warme Luft beinahe (wie wenn man mit Kleidung in ein Hallenbad geht).
Ab Jablanica erwartete ich ein endloses (zumindest bis Mostar) Abwärtsfahren, aber...
Die Neretva ist beinahe immer aufgestaut und daher begleitet die Strasse den Fluss in der etwas hügeligen Ebene. Erst bei Staustufen konnte ich die Abfahrt geniessen.
Auch die Landschaft hatte sich geändert. Kahle Felswände beherrschten die Landschaft. Teilweise schluchtartig beeindruckte mich die Strecke.
In den engstehenden Bergen zog auch ein Gewitter auf, das mich zum Unterstehen zwang, aber dann doch nicht kam.
Der Verkehr war zwar stark, aber zum Aushalten.
In der aufgestauten Neretva sind mehrere Fischzuchten, die das saubere Wasser nutzen.
Immer wieder gab es kleine moslemische Friedhöfe (auch an Strassenkreuzungen), Moscheen in jedem Ort.
Erst 20 km vor Mostar weitete sich das Tal.
In Mostar fand ich gleich eine kleine Pension, duschte und machte mich auf, die Stadt (Altstadt) zu erkunden.
Mostar ist die größte Stadt der Herzegowina, des südlichen Teiles von Bosnien-Herzegowina. Sie ist die Hauptstadt des Kantons Herzegowina-Neretva der Föderation Bosnien-Herzegowina und hat 100.000 Einwohner.
Verwaltungstechnisch bildete Mostar seit dem Bürgerkrieg zwei Städte: eine kroatische auf dem westlichen Ufer des Flusses Neretva und eine bosnische auf dem östlichen Ufer.
Das Wahrzeichen Mostars ist die osmanische Brücke Stari Most über die Neretva. Sie wurde im Krieg am 9. November 1993 angeblich von kroatischen Soldaten zerstört. Rekonstruktionsarbeiten begannen 1996 und wurden mit der feierlichen Wiedereröffnung am 23. Juli 2004 abgeschlossen. Die Brücke und die Altstadt wurden am 15. Juli 2005 in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Der Stari Most soll ein Symbol für das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Völker in Mostar und Bosnien-Herzegowina sein.
Zum Thema Brücke empfehle ich das Buch "Die Brücke mit dem 3 Bögen" des albanischen Dichters Ismail Kadare.
Die Altstadt von Mostar ist touristisch geprägt. Bars, Restaurants, Aussichtsplätze, Souvenirhändler, andere unnötige Geschäftchen reihen sich aneinander. Das Ganze sieht sehr schmuck aus.
Und in eines dieser Restaurants ging ich dann und belohnte mich.
27.07.2006
Dubrovnik
Der gestrige Tag (26. Juli) begann sehr früh (6 Uhr). Mostar lag noch ruhig da. Mostar ist an einer Engstelle der Neretva und danach weitet sich das Tal zu einer Polje. Fruchtbares Land mit Obst- und Gemüseanbau links und rechts der Strasse.
Nach wenigen Kilometern war ein Hinweis auf die 'Multinational Europe Base of Mostar - Ortijes'. Für mich bedeutet das: nichts wie hin - Autokennzeichen fotografieren.
Über den ersten Posten kam ich hinweg, aber dann war Schluss. Es wurde ein höherrangiger Beamter geholt (der Marokkaner am Schranken verstand mein Englisch nicht). Leider konnte er mir nicht erlauben, in die Basis einzudringen und dort meinem Hobby zu fröhnen.
Nur ein zufällig ausfahrendes französiches Militärfahrzeug konnte ich fotografieren. Naja, wenigstens etwas.
Die begleitenden Berge wurden mit der Zeit niedriger. Ich kam nach weiterer Fahrt an der Abzweigung nach Medugorje vorbei. Seit dem 24. Juni 1981 soll dort die Gottesmutter („Gospa“) erscheinen und Botschaften verkünden, die von Frieden, Glauben, Umkehr, Gebet, Fasten und Buße handeln. Jeden 25. des Monats, so wird berichtet, gebe die Muttergottes eine Botschaft für die ganze Welt bekannt. Bis zu einer Million Pilger besuchen jährlich diesen Ort mit 4.300 Einwohnern.
Dort, wo sich das Neretva-Tal in die Mündungsebene verbreitert, liegt der kleine Ort Pocitelj. Alte Häuschen (allesamt als Gaststätten genutzt) liegen lieblich am Berg.
Der Grenzübergang von BIH nach Kroation bei Metkociv verlief wie immer klaglos.
In Metkovic wechselte ich bei der Hypo-Alpe-Adria-Bank (die aus Kärnten) meine KM (konvertible Mark) in Kuna um. Der Filialleiter sprach mich auf Deutsch an und erkundigte sich über mein Fahrrad. Er selber ist ein Wochenendradler. Er ging vor die Bank und mit einem Kollegen überprüfte er die Qualität meine Rades - sie stellten fest: 1a!
Hier öffnete sich jetzt die fruchtbare Ebene mit all möglichen Obstsorten.
Ich bog jetzt nach Süden ab und kämpfte mich in der Mittagshitze die ersten sanften Berge hoch. Oben angelangt, erblickte ich das erste Mal das Meer - so schön blau.
Leicht wellig bergauf, bergab erreichte ich schließlich die Stelle, an der BIH für 8 Kilometer ans Meer grenzt. Dort liegt die Stadt Neum.
Neum hat als einziger Ort in Bosnien und Herzegowina einen Zugang zum Meer.
Deshalb hat es auch Bedeutung für den Sommertourismus. Außer einheimischen Gästen überwiegen, wie auch sonst in kleineren Orten an der mittleren Adria, Touristen aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks, vor allem Polen, Tschechen und Slowaken.
Man trachtet nach Lösungen für die Staatsintegrität Kroatiens. Da sich Kroatien gerade in einem Baufieber befindet, wird derzeit intensiv über diverse Straßenprojekte nachgedacht, bzw. befindet man sich bereits kurz vor Baubeginn. Insbesondere interessant für bosnisch-kroatische Beziehungen ist die neue Brücke über die Bucht bei Neum, welche das kroatische Staatsterritorium einigen soll. Bosnien forderte die Einhaltung einer bestimmten Mindesthöhe dieser Brücke ein (30 m), da sonst eventuell die Einfahrt für Schiffe in den Hafen von Neum beeinträchtigt wäre. Die Bauarbeiten sind im Prinzip bereits in Gange, würde man in Kroatien nicht auch über eine Tunnelverbindung durch bosnisches Gebiet nachdenken. Der Präsident Kroatiens, Stipe Mesic, äußerte diesbezüglich gewisse Sympathien, bzw. befürwortet diese Variante gegenüber einer Brückenlösung. Es soll nun allerdings eine bewegliche Brücke gebaut werden, d.h. ein Teil der Brücke lässt sich hochheben, was einen freien Zugang für Schiffe jeglicher Art nach Neum ermöglicht.
In Neum machte ich meine verdiente Mittagsruhe. Dort fand ich alles, was so der Massentourismus bietet. Am Strand lagen Massen von Leuten, verlockend sah das schon aus. Ich setzte mich für 2 Stunden in eine kühle Slasticarna und goss kühle Getränke in mich hinein.
Beim Weiterfahren kam mir in dieselbe Richtung fahrend ein junger Belgier mit Rad unter. Er war in der Dubrovniker Gegend fuer 1 Woche unterwegs.
Nach 8 km in BIH kam ich wieder an die Grenze. Leider war da nichts außer einem Schild "Willkommen in Hrvatska". Erst nach 5 km war die Grenzstation. Beim Beginn einer Bucht war genügend Platz. Diese Bucht und auch das Meer zwischen den Inseln wird als Muschelzucht verwendet - erkennbar an schwimmenden Plastiktonnen.

Bei einem Campingplatz (einer von tausenden winzingen) verköstigte ich mich mit Steak und Pommes.
Zu den Preisen kann ich nichts sagen, denn darum kümmerte ich mich überhaupt nicht. In Bosnien gilt die Währung KM (Konvertibilna Marka - KM), was der ehemaligen deutschen Mark entsprach (also 2 KM sind 1 Euro). Bei mir erzeugte die Preisangaben erst Verwirrung, was das mit Kilometern zu tun hätte.
In Kroatien gilt die Währung Kuna, bei der ich auch nach 2 Tagen nicht weiß, wieviel Kuna 1 Euro bzw. umgekehrt sind.
In der Zwischenzeit bin ich sowieso in Crna Gora gelandet, und da ist der Euro die offizielle Währung.

Zurück zu den Balkankriegen: Kriegsschäden waren in Sarajevo zu sehen. Teilweise waren ganze Häuser zerschossen und verfallen langsam (die Natur holt sich die Grundstücke zurück.) Daneben waren auch wieder neu renovierte Häuser und solche, die offenbar keinerlei Schaden abbekommen hatten.
Auch auf der Strecke gab es immer wieder Häusergruppen, die total zerstört waren. Teilweise zerstörte Häuser waren oft mit "prodaje se" (zu verkaufen) beschriftet.
Die ärgsten Kriegsschäden sah ich in Mostar. Neben der weltbekannte Brücke besuchte ich eine Fotoausstellung, die die Zerstörung der Brücke und den Wiederaufbau darstellte. Auf den Strassen gab es immer wieder Einschläge von irgendwelchen Geschossen, die provisorisch ausgebessert waren.
Auch die Anwesenheit der EUFOR-Truppen lässt auf ein noch friedlicher zu gestaltendes Miteinander schliessen.
An der Adria nördlich von Dubrovnik sah ich auch noch einige riesige tote Hotelkomplexe, die grosse Einschüsse aufwiesen.

So: gestern Abend reichte es mir bei Slano. Ich fand dort eine nette kleine Pension.
27.07.2006
Herceg Novi
Heue früh gab es gutes Frühstück. Ich verzehrte entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten in der Früh Käse und Wurst -mmmhh!
Die ersten 15 km gingen locker. Dann wurde es schon sehr warm. Ich tat, was sein musste. In einer netten Bucht stürzte ich mich ins angenehm kuehle Wasser. 20 Minuten paddelte ich herum - ein Traum. Ist ja wirklich verlockend. Rundherum lauter Touristen beim Baden und ich mit dem Rad vorbei - daher hab ich beschlossen, auch da mitzutun.

Dubrovnik erreichte ich gegen 11:00 Uhr. In den engen Gassen ist ein Restaurant nach dem anderen - ich genoss herrliche Spaghetti.
Eigentlich war das Touristentreiben unmeschlich. In der grössten Hitze strömten Massen von Ausländern durch die engen Gassen von Dubrovnik. Mich erinnerte die Anlage der Altstadt an La Valetta auf Malta.
Ich war in einem Internetcafe, wo die 6 Laptops in einer kleinen Seitengasse aufgereiht waren.
In der Zwischenzeit hatte ich ausgeforscht, dass ein Schiff stündlich nach Cavtat (20 km südlich von Dubrovnik) fuhr. Natürlich fuhr ich mit dem Rad auf dem Schiff mit.
In Cavtat setzte ich noch einges an Kuna in einer Bar um und startete - nicht mehr ganz taufrisch - Richtung Süden.
Eine etwas steilerer Anstieg (auch Schieben kann man ein Fahrrad!) und ich kam beim Dubrovniker Flughafen vorbei. Natürlich fuhr ich hin. Ein Flughafen hat vor allem eine Klimaanlage - ein Grund, dort eine halbe Stunde Pause zu machen (das mit den Autokennzeichen sag ich jetzt lieber nicht mehr).
Langsam ging die Sonne unter und das Radfahren wurde wieder sehr angenehm.
Endlich kam ich an die Grenze nach Crna Gora. Eine neue Grenzstation (natürlich am Berg) - und hinunter zur ersten grösseren Stadt Igalo - Tourismus pur (Tschechen, Serben, Ungarn, Bosnier, Makedonier, Slowaken, auch einige Österreicher und Deutsche).
Daten zu Montenegro
Република Чрна Гора
Fläche: 13 812 km2 (Ö: 84.000 km2)
Größte Stadt und Hauptstadt: Podgorica
Bevölkerung: 650.000 (Ö: 8,1 Mio)
In Montenegro ist der Euro einzige offizielle Währung.
Küste 293,5 km
Grenzen zu Kroatien (14 km), Bosnien und Herzegowina (225 km), Serbien (203 km), Albanien (172 km)
Höchster Berg: Bobotov kuk (Mt. Durmitor) 2.522 m
Größter See: Skutari See - 391 km2
Sehenswürdigkeiten: Tara Canyon, Altstadt Kotor

Am 4. Februar 2003 wurde aus der Bundesrepublik Jugoslawien die staatliche Gemeinschaft
Serbien und Montenegro, in der Montenegro der kleinere Teilstaat war.
Die formale Unabhängigkeitserklärung durch das montenegrinische Parlament erfolgte in einer Feierstunde am 3. Juni 2006.
Montenegro wurde von Österreich am 12. Juni 2006 als unabhängiger Staat anerkannt.
Die Bundesrepublik Deutschland hat die Republik Montenegro am 14. Juni 2006 völkerrechtlich anerkannt.
Die OSZE nahm Montenegro am 21. Juni 2006 auf.
Am 28. Juni 2006 wurde Montenegro als 192. Mitglied in die UNO aufgenommen.
30.07.2006
Budva
Heute fuhr ich die bezaubernde Küstenstrasse von Herceg Novi Richtung Kotor.
Auf der schmalsten Stelle der Bucht überquert eine Fähre (4 Fährschiffe im Hochbetrieb) diese Meeresenge. LKW, Buss, PKW wurden im 10-Minutentakt abgefertigt. Fahrräder kosten nichts - ich fuhr auch rüber!
Schön langsam wurde ich zum Urlauber - nach wenigen Kilometern war einfach der Strand zu verlockend. Klares Wasser, kleine Buchten riefen mich - ich folgte dem Ruf und blieb 4 Stunden auf einem Liegestuhl, im Wasser, in der benachbarten Bar.
Erholt und abgekühlt fuhr ich weiter nach Kotor.
Die Bucht um Kotor mit der Stadt Kotor gehört zum Weltkulturerbe. Die Anlage der Bucht ist wirklich beeindruckend. Kotor ist eine Hafenstadt in Montenegro. Kotor ist Sitz der katholischen Diözese Kotor. Die Stadt hat etwa 19.000 Einwohner.
Die Stadt liegt am südöstlichen Ende der Bucht von Kotor und ist berühmt für ihre Altstadt. Am 15. April 1979 wurde die Stadt durch ein starkes Erdbeben schwer zerstört. Als Folge davon setzte die UNESCO sie im gleichen Jahr auf ihre so genannte "Rote Liste" der gefährdeten Natur- und Kulturgüter. In den Jahren darauf wurde sie, auch mit internationalen Mitteln, zum größten Teil wieder aufgebaut.
An den Hängen der Bucht von Kotor erstrecken sich die weitläufigen Verteidigungsanlagen bis in eine Höhe von 300 Metern.
Im 14. Jahrhundert hatte Kotor eine derart große Rolle für den Handel im Adriatischen Meer gespielt, dass es in Konkurrenz mit Venedig und der Republik Ragusa (Dubrovnik) geriet. Als nach Zar Dušans Tod 1355 das serbische Reich, dem Kotor beinahe 200 Jahre lang angehörte, zerfiel, griffen die Venezianer die Stadt an. Nach kurzer ungarischer und bosnischer Zugehörigkeit wurde Kotor 1391 eine selbständige Republik. 1420 stellte sich die Stadt unter venezianischen Schutz und verlor immer mehr an Selbständigkeit. Nach dem Untergang Venedigs 1797 gerät Kotor unter französische, montenegrinische und österreichische Herrschaft. Letztere stationierten bis zum Ersten Weltkrieg ihre Kriegsflotte in der Bucht von Kotor. Auch heute noch spielt Kotor eine geostrategisch wichtige Rolle.
Die Bucht von Kotor ist eine der bekanntesten und meistbesuchten Tourismusziele in Montenegro.
Nach dem Besuch der Altstadt plante ich wieder meine Weiterfahrt. Laut meiner Karte (und auch Google Earth) gibt es einen Tunnel, der nach Tivat gehen sollte. Aber der ist noch im Bau - daher fuhr ich wieder mal rauf (in der untergehenden Sonne direkt ein Vergnügen). Beim Rauftreten munterte mich ein Fahrer eines Hamburger VW-Busses auf: "it's a long way".
Immer wieder gab es beeindruckende Blicke auf die Bucht zurück.
Dafür wurde ich wieder mit einer frischen Abfahrt belohnt.
Nach weiteren 20 km erreichte ich Budva - eine lebendige Urlauberstadt (4 km Bars, Spielhallen, Palacinki-Standeln, Tätowierer, Ringelspiele, Pizzerien, Wirbel, Eisverkäufer, Restaurants, Schwimmzeugverkäufer,...).
Mit der Zimmersuche war es nicht ganz so einfach, denn in der Hauptsaison ein Einzel-Zimmer für eine Nacht ist in so einer Urlaubermetropole nicht zu kriegen (ich bin im Blue Star Hotel untergebracht genauso wie der WC-Reiniger, nur mehr ein Appartement, 93 Euro, aber mit Frühstück - jeder, der mich kennt, wird sagen: spinnt der??? Aber wenn er mich kennt, dann weiß er es ja). Die Übernachtungen bisher waren einfach bis billig (10 Euro - 25 Euro). Da ist schon mal so ein Ausreißer drin.
Hunde sind kein Thema - offenbar gibt es keine mehr. Dachte ich, bis ich gestern einen toten Hund mitten auf der Strasse liegen sah.
Natürlich belohnte ich mich mit Bier und Tortellini.
31.07.2006
Podgorica
Ich hab's geschafft.
Beim Aufwachen musste ich feststellen, dass der heutige Tag zum schwülsten Tag werden würde. Es hatte einen Dampf (nicht ich, sondern die Luft), sodass man nur wenige hundert Meter übers Meer sah, wenn überhaupt so weit.
Budva zeigte sich als eine viel grössere Ansiedlung, als ich angenommen hatte. Die Altstadt von Budva ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben und steht unter Denkmalschutz. Die komplette Altstadt wurde während des Erdbebens 1979 fast vollständig zerstört und nach Plänen aus österreichischen Archiven Stein für Stein im venezianischen Stil rekonstruiert. Der Strand gehört zu den meistfrequentierten an der montenegrinischen Küste und bietet ideale Bedingungen für Familien. Dieser Küstenabschnitt hat grosse Buchten mit grobem, abgerundeten Steinsand.
Auch das auf allen Prospekten Dalmatiens dargestellte Sveti Stefan ist hier. Sveti Stefan ist seit 1960 eine Hotelinsel. Die letzten Bewohner der Insel wurden 1952 ausgesiedelt um die Gebäude dann völlig zu restaurieren und umzugestalten. Es entstanden 110 komfortable Appartements mit fast 250 Betten. Die kleine Insel ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden.
Die Strasse, die Jadranski Magistrale steigt und fällt hier stärker. Die Küste ist steiler, was eine Verlegung der Strasse hoch über das Meer notwendig machte. Bei den Badeorten sinkt die Strasse wieder ans Meer.
Immer wieder sind Manastirs (Klöster) angekündigt. Bei einem traf ich einen Montegriner aus Mönchengladbach. Ich befragte ihn bezüglich der Abstimmung betreffend die Unabhängigkeit. Montegriner, die im Ausland wohnten, wurden eingeladen, zur Abstimmung ins Land zu kommen. Er beklagte, dass nur solche, die für die Selbständigkeit gestimmt hatten, die Flugkosten vom Staat ersetzt bekommen hatten. Er selber habe gegen die Unabhängigkeit CGs gestimmt.


Bei Petrovac verliess ich den Kuestenabschnitt und bog ins Landesinnere ab. Abbiegen hiess in dem Fall rauf auf den Bergkamm. Es war zwar noch vormittag, aber kein Schatten, die Strasse glühte. Wasser hatte ich 5 Liter mit. Damit habe ich Händegewaschen, Gesicht abgewischt, über den Kopf geschüttet und getrunken. Lange war der Dunst über dem Meer drückend, teilweise ein Blick aufs Meer nicht möglich. Mit zunehmender Höhe und fortschreitendem Vormittag wurde die Sicht besser, die Luft kühler.
Oben machte ich mal eine längere Pause und fotografierte Planzen.
Aber dann: eine 20 Kilometer lange Abfahrt, sanft, aber stetig. Die Luft wurde heißer und trockener. Ich belohnte mich in einem Restaurant mit eingelegten Paprika und Cevpaci.
Weiter fuhr ich bis ich in die Ebene des Skadarsko Jezero (des Skutari-Sees) kam. Dieser See liegt auf dem Staatsgebiet von Crna Gora und Albanien. Er ist mit 391 km2 der größte See auf dem Balkan. Im See befinden sich zahlreiche Inseln und Halbinseln mit Ruinen, die von einer stürmischen Geschichte zeugen (Zabljak, Lesendro, Grnozur...) Sein größter Wert liegt im Reichtum seiner Pflanzen- und Tierwelt. Dort leben vierzig Fischarten, von denen einige einzigartig sind (Skadarkarpfen und Ukleva). Dort sind zweihundertsiebzig Vogelarten angesiedelt. Die Pelikane fanden hier einen ihrer letzten Zufluchtsorte in Europa. Zahlreiche Süßwasserquellen im See sind ein unerschöpflicher Tank des Trinkwassers.
Der See ist Naturschutzgebiet. Im nördlichen Teil ist er schon sehr verlandet und mit Wasserpflanzen bedeckt.

Der See liegt nur 5 m über dem Meer in einem grossen Becken, in dem auch Podgorica liegt.
Als ich zum See kam, war dort sogleich ein Touristenzentrum (mehrere Restaurants, Schiff-Rundfahrtsangebote, Sobe/Zimmer/Rooms-Angebote).

Über eine Bucht führt die Hauptstrasse über eine Brücke. Der Gegensatz von fruchtbarem Wasser (Fische wurden zum Verkauf angeboten) und den kahlen, fast unbewaldeten Bergrücken war seltsam.

Die restlichen 20 km geradeaus waren anstrengend. Bei einer Tankstelle zeigte mir ein deutschsprechende Montenegriner das Thermometer 37 Grad im Schatten.

In Podgorica angekommen war schnell ein Hotel (mit Air condition) gefunden, gebraust, kälter gebraust, abgekühlt und dann ab in die Stadt.
31.07.2006
Podgorica
Meine erster Eindruck von Podgorica war nichtssagend. Eine Altstadt gibt es nicht, und die neuen Häuser sind überall gleich. Es gibt eine kleine Fussgängerzone - der Hauptplatz ist eine grosse Baustelle.
Bereits im Dunklen ging ich ins Hotel zurück. Die Strassenlaternen waren trotz Dunkelheit nicht eingeschaltet. Die Autos fuhren mit mehr oder weniger (eher weniger) Licht.
Wenn man sich fragt, wo eigentlich die "1000-2000 Euro"-Autos hinkommen, die bei uns eingesammelt werden, dann gibt es eine klare Antwort: hierher. Der rote Golf ist ein Statussymbol. Rote Golfs sämtlicher Baujahre (mindestens 2 bis 3 Generationen unterhalb der aktuellen), sämtlicher Ausstattungen, in verschiedensten Verfallszuständen, mit Licht, ohne Licht, mit schwachem Licht, ohne Scheinwerfer, ... gibt es hier. Natürlich sind auch die Protzautos (Mercedes, BMW) im Bestzustand unterwegs. Und dann gibt es noch die Yugos (das kleine, schwache, damals für die meisten erschwingliche Vehikel).
Gehupt wird gerne, aber es wird sehr viel Rücksicht aufeinander genommen. Unfälle habe ich 2 miterlebt (Auffahrunfälle beim Kolonnenfahren).
31.07.2006
Podgorica
Der gestrige Tag war eine Erholung. Ich mietete ein kleines Auto (Opel Astra) mit Klimaanlage.
Von Podgorica aus fuhr ich an die albanische Grenze bei Hani i Hoti, dem Hauptübergang von Norden her. Eigentlich schien es, als ob ich in das grosse Nichts fuhr. Die Strasse war eine kleine Nebenstrasse - einspurig. Es gesellte sich dann die Bahnlinie Podgorica - Shkoder - Tirana hinzu. Nach 1/2-stündiger Fahrt kam ich zur Grenzstation - ich ging zu Fuss über die Grenze (normalerweise muss man nach Albanien 10 Euro Aufenthaltsgebühr bezahlen) und dann wieder zurück. Hier an einer Bucht des Shkoder-Sees war es ganz ruhig und einsam. Die LKW-Fahrer warteten geduldig. Eine Fussgängergruppe war offenbar (ohne Braut und Bräutigam) zu einer Hochzeit nach Albanien unterwegs (schön gekleidet mit Blumen und Geschenk).

Natürlich fuhr ich auch noch zum zweiten CG/AL-Grenzübergang südlich von Bar. Bar ist an der Küste ein wichtiger Fährhafen nach Bari (Italien). Hier landen die Kosovaren, die in Italien arbeiten und dann über Bari und Bar und Nordalbanien in den Kosovo heimfahren (und dort ihre Geld abliefern).

Der südlichste Badeort Ulcijn war wieder eine Ansammlung von massentouristischen Erscheinungen. Von Ulcijn fuhr ich weiter nach Norden bis Budva und dann bis vor Kotor.
Bei Budva stürzte ich mich ins Meer. Warm wars, viele Leute - wirklich so, dass die Menschen fast aufeinander lagen. Ich konnte mich kaum zum Strand durchkämpfen ohne jemandem aufs Handtuch zu treten.
Ich fuhr mit dem Auto die Strasse, die ich mit dem Rad gesehen hatte auf über 1000 m Seehöhe (und das vom Meeresspiegel aus). In einer sehr steil abfallenden Wand ging die enge Strasse in 25 Kehren bis ganz oben hin. In jeder Kehre hatte man eine wunderschöne Aussicht auf die Bucht von Kotor - die ist wirklich sehenswert.
Herunterfahrend kamen mir auch zwei Autos mit Pinzgauer Kennzeichen entgegen.
Als ich dann oben ankam - ein wunderbarer Blick in die verschwindende Sonne über die Inselwelt - war da oben eine wunderschöne ebene Alm-Fläche. Die Weiterfahrt auf der anderen Seite bergab war ein kurvenreiches Navigieren um die Dolinen, immer wieder neue Blicke wurden frei.
Leider wurde es rasch dunkel, sodass ich froh war, in Cetinje anzukommen. Von dort aus führte eine wunderbare dreispurige Strasse zurück nach Podgorica.
31.07.2006
Podgorica
Heute fuhr ich von Podgorica nach Norden. Ich habs einfach nicht geglaubt, aber es gibt das. 50 km Strasse nur bergauf - was natürlich heißt für einen Radfahrer - 50 km nur bergab, wenn man in die richtige Richtung fährt.
70 km bis nach Kolasin ging es durch eine beeindruckende Landschaft. Berge bis über 2000 m, steil abfallende (Berg-)Flanken, das Tal eng, die Strasse groteils in den Felsen gehauen. Kolasin liegt auf der Verbindung Podgorica nach Belgrad und ist damit Hauptverbindungslinie. Die Bahn geht in mehreren Kehren und Tunnels nach oben und beide landen in Kolasin auf 1040 m. Und dann gehts noch weiter bergauf.
Neben der Strasse an gefährlichen (auch an ungefährlichen) Stellen hat ein Abschleppunternehmen (AutoŠlep) seine Telefonnummer hingesprüht - sehr passend.
Dort oben in der Höhe hatte es 20 Grad. Beim Zurückfahren nach Podgorica steigerte sich die Temperatur auf 34 Grad (und das um 11:00 Uhr).
Eben hörte ich ein Gespräch eines Touristen mit dem Chef des Internetcafes mit. Er erkundigte sich, was in Podgorica ein "must-see" ist. Der Ortskundige sagte Äääh, überlegte, überlegte, überlegte und dann antwortete er: eventuell die Brücke 3 Ecken weiter. Das zeigt halt, das man nicht unbedingt nach Podgorica kommen muss.

Die SCG-Autokennzeichen sind nicht so breit wie die Standard-EU-Kennzeichen. Daher hat in der Tafelhalterung vorne noch ein Quadrat für Firmenwerbung, SCG-Plakette ODER Crna-Gora-Plakette Platz. Nach einigem Herumfragen gelang es mir, eine solche Crna-Gora-Plakette (rot mit Adler) zu bekommen.

In 3 Stunden fliegt mein Flugzeug von Podgorica zurück nach Ljubljana. Dort steht (hoffentlich) noch mein Auto, und dann bin ich bald daheim.

Damit endet mein Bericht von meiner diesjährigen Radtour. Ich bedanke mich für das Mitlesen.